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KULTUR
Alexander Weinlein
Sanierung der Mauer

Die Haushaltspolitiker Rüdiger Kruse (CDU) und Johannes Kahrs (SPD) setzen sich die Aufnahme der East-Side-Gallery in Berlin in das Denkmal-Sonderprogramm des Bundes ein. Dadurch könnte die Sanierung des berühmten Mauerabschnitts entlang der Spree im Osten der Hauptstadt, die rund 250.000 Euro kosten wird, in Zusammenarbeit realisiert werden. Dies teilten die beiden für Kultur zuständigen Haushälter am Freitag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Sie hätten deshalb dem Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner empfohlen, einen entsprechenden Antrag vorzubereiten.

„Die East Side Gallery in Berlin ist ein popkultureller Gedenkort und zugleich Touristenmagnet“, erklärten Kruse und Kahrs. Durch eine enge Zusammenarbeit auf Bundes- und Landesebene könne ein Akzent mit internationaler Ausstrahlung gesetzt werden. Auch über eine dauerhafte Förderung zum Erhalt des Mauerabschnitts müsse diskutiert werden.

Über die Vergabe von Mitteln aus dem Denkmal-Sonderprogramm des Bundes entscheidet Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Der Bund könnte sich mit bis zu 50 Prozent an den Sanierungskosten beteiligen, das Land Berlin müsste die übrigen 50 Prozent tragen.

Zuletzt war die unter Denkmalschutz stehende East-Side-Gallery mit ihren weltberühmten Graffiti aus der Wende-Zeit im Jahr 2009 umfassend saniert worden. Seitdem haben sich jedoch tausende Besucher mit Kritzeleien und Graffiti auf dem Mauerabschnitt verewigt. Zudem müssen Schadstellen ausgebessert werden.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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