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Forschung
Claudia Heine
Die Arbeit von morgen

Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Wie finden sich die Menschen in ihr zurecht und welche Auswirkungen hat dies auf die künftige Struktur von Unternehmen? Das sind nur einige Fragen, denen die Koalitionsfraktionen genauer, nämlich wissenschaftlich fundiert, auf den Grund gehen und dafür die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen möchte. Deshalb haben Union und SPD nun einen Antrag (18/7363) vorgelegt, indem sie sich für eine "innovative Arbeitsforschung für eine Humanisierung unserer Arbeitswelt und mehr Beschäftigung" einsetzen. Kein Schmalspurprogramm, aber die Fraktionen sind optimistisch, denn die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und die demografischen Veränderungen seien "gestaltbare Prozesse", schreiben sie in dem Antrag.

Darin fordern sie die Bundesregierung unter anderem auf, "im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel" die einzelnen Förderschwerpunkte des Forschungsprogramms "Innovation für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" zeitnah auf Basis der Forschungsergebnisse umzusetzen. Außerdem solle das Programm noch in dieser Legislaturperiode um weitere Schwerpunkte ergänzt werden.

In der vergangenen Woche beriet der Bundestag erstmals über den Antrag und überwies ihn zur weiteren Beratung in die Ausschüsse. Union und SPD bekräftigten ihr Ziel, auf die Herausforderungen der künftigen Arbeitswelt frühzeitig zu reagieren und diese zu gestalten. Grüne und Linke lobten zwar den Ansatz, sahen jedoch noch einige "blinde Flecken" in dem Antrag.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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