Piwik Webtracking Image

Aufgekehrt Keine Hobbits in Australien

30.10.2017
2023-08-30T12:32:29.7200Z
1 Min

Nichts Schlechtes kommt aus Neuseeland. Zugegeben: Der 08/15-Kontinentaleuropäer mit Städtetrip- statt Fernreisen-Hintergrund kennt relativ wenig bis gar nichts, was aus Neuseeland kommt. Da war irgendwann mal dieses Youtube-Video der Rugby-Spieler des Landes, die vor Beginn des Spiels ihren Gegenspielern mit einer Brüll-Choreographie Angst zu machen versuchten. Haka heißt das wohl und geht zurück auf die Maori, das indigene Volk Neuseelands. Ein anderes, auch noch vergleichsweise bekanntes indigenes Volk der Neuseeländer sind die Hobbits, deren sagenhafte Heimat Auenland Teil des Inselstaates im südlichen Pazifik ist. Hobbits sind im Grunde treudoofe Hippies mit der Tendenz zum Pathos, wenn sie mal eine bedeutende Aufgabe übertragen bekommen, wie die entsprechenden Filme über den "Herr der Ringe" belegen.

Kein Mensch kann also ernsthaft etwas gegen Neuseeländer haben. Außer wohl Australier. Das Land ist bekannt für seine restriktive Einwanderungspolitik, überfahrene Kängurus und eine giftige Flora und Fauna. Politisches Gift steckt auch in den Gesetzen, denn nach denen dürfen Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit nicht im Parlament sitzen. Pech für Barnaby Joyce, immerhin VizeMinisterpräsident, der nicht nur die australische, sondern auch - unwissentlich - die neuseeländische Staatsbürgerschaft besaß, als er gewählt wurde. Er fliegt nun mit einigen anderen Abgeordneten aus dem Parlament. Damit wackelt auch die Regierungsmehrheit. Statt sich ins Auenland zurückzuziehen, will Joyce aber weiter Australien dienen. Er hat seine neuseeländische Staatsangehörigkeit abgelegt und tritt zur Nachwahl an. Sören Christian Reimer