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EnquetE-Kommission
Lisa Brüßler
Große Schritte bei KI

Experten betonen Chancen

Die Enquete-Kommission "Künstliche Intelligenz - Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale" hat vergangene Woche in einem öffentlichen Fachgespräch Impulsvorträge von fünf Wissenschaftlern behandelt. Idealerweise sollten KI-Techniken die Freiheit des Menschen vergrößern und sein Leben vereinfachen, befand Alexander Filipovic von der Hochschule München. Dabei sei es wichtig, KI-Systeme so zu gestalten, dass sie "Freiräume für spezifisch Menschliches" enthielten. So plädierte auch Emmanuel Müller (Fraunhofer-Gesellschaft) für eine Garantie des sorgsamen Umgangs mit den Daten und für Nachvollziehbarkeit. Zudem müsse die Frage nach der Haftung im Fall von Fehlern - etwa beim Einsatz von KI bei der medizinischen Diagnostik - geklärt werden. Deutschland drohe einerseits von den großen Akteuren abgehängt zu werden, andererseits sei man in den USA und China schon deutlich weiter, warnte Morris Riedel von der Helmholtz-Gemeinschaft. Wenn man international mithalten wolle, sei eine stärkere Vernetzung der Forscher nötig. Durchbrüche seien vor allem den immer größeren und leichter zugänglichen Datensätzen zu verdanken, betonte Sören Auer von der Leibniz-Gemeinschaft. Die verwendeten Algorithmen seien dagegen häufig schon viele Jahre alt. Der eigentliche Wert und Wettbewerb liege für ihn daher in der Datenhoheit.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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