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Standortentscheidung
Kristina Pezzei
Freude und Mahnung

Abgeordnete im Bundestag haben die Entscheidung des Tesla-Konzerns für ein Werk in Brandenburg und die damit verbundenen Tausenden neuen Arbeitsplätze begrüßt. Timon Gremmels (SPD) sagte in einer Aktuellen Stunde zur Lage der Autobranche in der vergangenen Woche, das Votum zeige, dass Klimaschutz ein Investitionsmotor sei. Tesla sei allerdings nicht der einzige Hersteller, der auf Elektromobilität im Land setze, fügte Gremmels hinzu und verwies auf das Werk für Elektroautos, das Volkswagen in Zwickau errichtet hat. Matthias Heider (CDU) ergänzte, Wirtschaft sei Wettbewerb - die Tesla-Nachricht unterstreiche dies.

Alexander Ulrich (Die Linke) sah in der Standortwahl ein Zeichen dafür, dass die deutsche Autoindustrie einen Trend verschlafen habe. Auch er zeigte sich zwar erfreut über die erwarteten Arbeitsplätze, sagte aber zugleich, man werde von vornherein auf Tariftreue und Mitarbeiterbeteiligung pochen. Der SPD-Abgeordnete Gremmels hatte sich diesbezüglich ähnlich geäußert.

Anlass für die Aussprache hatte die AfD-Fraktion geliefert, die der Bundesregierung unter anderem wegen der Förderung der Elektromobilität vorwirft, die Branche in den Ruin zu treiben. Die FPD sprach ebenfalls von planwirtschaftlichen Elementen und forderte Technologieoffenheit, während die Grünen mehr Mut zum und beim Wandel forderten.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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