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wirtschaft
Kristina Pezzei
Würdigung des Handwerks

Bundestag berät über Hilfe und Perspektiven

Über die passende Unterstützung für das Handwerk hat der Bundestag in der vergangenen Woche auf Initiative der FDP-Fraktion hin debattiert. Diese hatte einen Antrag vorgelegt, in dem sie ein Bündel an Maßnahmen vorschlägt - von Steuererleichterungen über Mitarbeiterbeteiligung bis hin zur Förderung von gezielter Fachkräftezuwanderung. Die Vorlage (19/30160) wurde gegen die Stimmen der Antragsteller und der AfD-Fraktion abgelehnt.

Die FDP mahnte in der Debatte an, stärker auf die Bedürfnisse von Handwerkern einzugehen. Die Bürokratie nehme überhand, Corona habe den Nachwuchs- und Fachkräftemangel verschärft. Für Vertreter der AfD-Fraktion gingen die Vorschläge in die richtige Richtung, allerdings seien viele Maßnahmen beliebig und nicht auf das Handwerk zugeschnitten. Die Linksfraktion hingegen griff die Antragsteller scharf an und verlangte nach mehr Staat. Steuern senken wollen und gleichzeitig die öffentliche Hand zu mehr Investitionen aufzurufen, sei "Voodoo-Ökonomie", so ein Abgeordneter. Eine Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen tat pauschale Steuersenkungsvorstellungen ebenfalls als sinnlos ab und forderte Planungssicherheit und Verlässlichkeit für Betriebe.

Vertreter der Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD hoben derweil auf das in dieser Legislaturperiode erreichte ab - wie die Telekommunikationsnovelle - und sahen das Handwerk auf gutem Weg aus der Corona-Krise. Perspektivisch sollten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten weiter gestärkt werden, hieß es.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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