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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Geschichte anhand von Fragen beziehungsweise den dazugehörigen Antworten zu erzählen, ist das bewährte Prinzip der Reihe "Die 101 wichtigsten Fragen". Jörg Echternkamp, Historiker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam, verschafft auf diesem Weg einen soliden Überblick über die Geschichte des Zweiten Weltkriegs - von seiner Vorgeschichte, über seinen Verlauf bis hin zu seinen politischen und menschlichen Folgen.

Das schmale Taschenbuch lässt sich frageweise kreuz und quer lesen oder in einem Stück. Auch um brisante Fragen, beispielsweise die nach der Verstrickung der angeblich "sauberen Wehrmacht" in die Verbrechen der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie, drückt sich Echternkamp nicht herum.

Warum aber das Lektorat eine so unangemessen formulierte Frage nach dem "Migrationshintergrund" der zwölf Millionen Zwangsarbeiter im Deutschen Reich während des Krieges hat durchgehen lassen, ist völlig schleierhaft.

Jörg Echternkamp:

Die 101 wichtigsten Fragen. Der Zweite Weltkrieg.

Verlag C.H. Beck, München 2010; 155 S., 9,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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