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Vor 45 Jahren : Weizsäckers kurzer Weg an die Spitze West-Berlins

Am 21. März 1981 legt Richard Weizsäcker sein Bundestagsmandat nieder. Der CDU-Politiker möchte als Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin antreten.

16.03.2026
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Wenn ein Politiker sein Amt niederlegt, kann das viele Gründe haben: ein schlechtes Wahlergebnis, persönliche Entscheidungen, neue politische Herausforderungen. Ein Beispiel für letzteres ist Richard von Weizsäcker (CDU). Der trat am 21. März 1981 nach zweijähriger Amtszeit als Bundestagsvizepräsident zurück. 

Auch sein Bundestagsmandat - seit 1969 war er für die Union im Parlament - legte er nieder. Der Grund: Er übernahm den Landesvorsitz der Berliner CDU und trat wenige Wochen später als Spitzenkandidat seiner Partei bei der vorgezogenen Abgeordnetenhauswahl an.

Foto: picture alliance / ZB

Auf dem Landesparteitag löst Richard von Weizsäcker (2.v.l.) den bisherigen Berliner CDU-Landesvorsitzenden Peter Lorenz (r.) ab.

Zum zweiten Mal nach 1979, diesmal jedoch mit Erfolg: Zwar verpasste die CDU die absolute Mehrheit, Weizsäcker wurde dennoch zum Regierenden Bürgermeister von West-Berlin gewählt. Er war damit der dritte, der sich im sogenannten "Drei-Bürgermeister-Jahr" 1981 als Stadtoberhaupt versuchte. Im Januar hatte bereits der Sozialdemokrat Dietrich Stobbe seinen Hut genommen, auf ihn folgte Hans-Jochen Vogel (ebenfalls SPD).

Weizsäcker bleibt nur 32 Monate lang Berliner Bürgermeister

Eine Abkehr von der Bundespolitik war der Posten des Bürgermeisters von Berlin für Weizsäcker jedoch nicht. Er verstand das Amt als "nationale Aufgabe". Und obwohl er im Dezember 1981 als CDU-Landesvorsitzender bestätigt wurde und sich als Berlins Bürgermeister hohes Ansehen erwarb, währte Weizsäckers Ausflug in die Kommunalpolitik nicht lange. 

Nur 32 Monate saß er auf dem Chefsessel von West-Berlin, bevor er 1984 auf die bundespolitische Bühne zurückkehrte und der sechste Bundespräsident Deutschlands wurde. Zehn Jahre lang blieb Weizsäcker der erste Mann im Staat.

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