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Kontaktnachverfolgung in Corona-Krise Cluster-Erkennung per App

Wie gut funktionieren Clustererkennungs-Apps wie die Corona-Warn-App und die Luca-App? Mit den aktuellen Datenschutzbedenken hat sich der Digitalausschuss befasst.

10.05.2021
2023-09-24T19:08:12.7200Z
2 Min

Der Digitalausschuss hat sich in einem Fachgespräch mit der Sicherheit der Nutzung von sogenannten Clustererkennungs-Apps wie der Corona-Warn-App der Bundesregierung (CWA) oder der Luca-App beschäftigt. Die Luca-App wird bereits in einigen Bundesländern zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt, war aber zuletzt wegen Datenschutzmängeln in die Kritik geraten.

Ende April wurde die CWA, für die es bisher 27 Millionen Downloads gegeben hat, um eine anonyme Check-In-Funktion per QR-Code erweitert: Wer beispielsweise an einem öffentlichen Ort ist oder eine Veranstaltung besucht, kann so benachrichtigt werden, falls ein anderer Besucher positiv getestet wurde. Im Gegensatz zu Apps von privaten Anbietern müssen dort persönliche Daten wie der Name nicht angegeben werden. Gespeichert werden nur der Ort und die Art der Veranstaltung sowie die Dauer des Aufenthalts. Bislang basierte die Kontaktnachverfolgung etwa bei Restaurantbesuchen vor allem auf handschriftlichen Listen. Alternativ zur manuellen Cluster-Erkennung ist auch eine automatische Erkennung in der Diskussion.

Luca-App-CEO: App kann Gesundheitsämtern gute Hinweise geben

Der Bundesdatenschutzbeauftragte, Ulrich Kelber (SPD) sagte, die CWA habe seit dem Update eine "gut funktionierende und datenschutzfreundliche Clustererkennung". Diese könne ein Schub für die CWA sein - je mehr Menschen mitmachten, umso größer sei der Nutzen für alle.

Der CEO der Luca-App des Start-Ups Nexenio, Patrick Hennig, betonte im Ausschuss, dass man sich bewusst sei, dass Datensicherheit und -schutz erfüllt sein müssen. Auch deshalb sei der Quellcode ihres Systems offen gelegt, um eine Weiterentwicklung der Software zu ermöglichen. Hennig sagte, die Einsatzbereiche im Vergleich zur CWA seien unterschiedlich, die Luca-App könne Gesundheitsämtern gute Hinweise geben, zum Beispiel, um ein Hygiene-Konzept eines Ortes zu überprüfen. Erste Daten aus Modellregionen wie Nordfriesland zeigten, dass die App funktioniere.