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25 Millionen für Neustart nach Corona

Deutschlands Sportpolitik sieht sich gefordert, mehr zu tun, damit das Land den Anschluss an die Weltspitze im internationalen Sport nicht verliert. Dabei hat man nicht nur den Spitzen-, sondern auch den Breitensport, eigentlich eine Sache vor allem der Länder und Kommunen, verstärkt im Blick: "Besonders freue ich mich, dass der Ausschuss im Sportbereich für das Programm 'Neustart nach Corona' 25 Millionen Euro bereitgestellt hat", sagte die zuständige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Donnerstag vergangener Woche bei der Plenardebatte über den Einzelplan 06, der auch den Sportetat enthält. Die Pandemie habe die Sportvereine sehr hart getroffen, sagte die Ministerin. "Dass sie nun dabei unterstützt werden, endlich wieder durchzustarten, ist ein klares Bekenntnis zum Breitensport in der Bundesrepublik Deutschland." Sie dankte den Haushälterinnen und Haushältern, die diese Investition möglich gemacht hatten, indem sie im Gegenzug vor allem den Betrag für die Corona-Überbrückungshilfen für Profisportvereine kürzte.

Thorsten Lieb (FDP) stimmte Faeser zu: "Während der Coronazeit ist Schulunterricht ausgefallen, Angebote von Sportvereinen wurden eingestellt. Deswegen ist es wichtig, dass wir hier ein Programm auflegen." Grünen-Abgeordnete Tina Winklmann sagte: "Für uns heißt Sportpolitik, sich aktiv für Gleichstellung einzusetzen, Inklusion zu leben, den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus aufzunehmen. Sport integriert - auf allen Ebenen. Unsere Athletinnen und Athleten sind hier Vorbilder und brauchen unsere klare Unterstützung". Sabine Poschmann von der SPD machte sich für die Förderung des Breitensports stark; "denn ohne Breitensport gibt es keinen Spitzensport. Als Topathlet/-in wird man nicht geboren; man wächst hinein und entwickelt sich". Fritz Güntzler (CDU) dankte den Ehrenamtlichen: "27 Millionen Menschen treiben in fast 90.000 Vereinen Sport." Das sei nur möglich, "weil es ein großartiges ehrenamtliches Engagement von fast neun Millionen Menschen gibt".

Der Sport-Etat sah im Ursprungsentwurf für das laufende Jahr ein Ausgabevolumen von 373,28 Millionen Euro vor (117,49 Millionen weniger als im Vorjahr). Durch zahlreiche Änderungsanträge hat sich diese Summe am Ende nochmal verändert.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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