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Hochlauf für Wasserstoff Union: „Wir wollen und können Wasserstoff-Weltmeister werden“

Die Union will "Wasserstoff-Weltmeister werden". Ihren Antrag dazu lehnte der Bundestag allerdings ab.

21.10.2023
2024-01-30T13:56:53.3600Z
2 Min

Wasserstoff ist nach Ansicht der CDU/CSU-Fraktion der Schlüssel für eine starke und klimafreundliche Volkswirtschaft. "Wir wollen und können Wasserstoff-Weltmeister werden", heißt es in ihrem Antrag. (20/6706) mit dem Titel "Wasserstoffhochlauf pragmatisch, schnell und technologieoffen voranbringen". Eine Mehrheit fand die Fraktion damit am Freitag aber nicht. Der Bundestag lehnte die Vorlage mehrheitlich ab.

In der Debatte zuvor hatte Grünen-Politikerin Ingrid Nestle festgestellt, es gebe große Gemeinsamkeiten der Ampel mit der Union, was Ziele, Geschwindigkeit und Planbarkeit eines Wasserstoffhochlaufs angehe. Aber mit dem vorliegenden Antrag entzögen sich CDU und CSU doch der Verantwortung, zu entscheiden. Wer alles für alle fordere, mache es sich zu einfach: Auch eine Opposition könne Konzepte vorlegen.

Union: Zu viele Ankündigungen, zu wenig Entscheidungen

Andreas Jung (Union) nahm den Ball auf und spielte ihn direkt zurück: Von der regierenden Ampel kämen zu viele Ankündigungen und zu wenig Entscheidungen: "Hier geht es um die Energieversorgung der Zukunft", sagte Jung. "Da brauchen wir mehr Wumms". Gefordert sei auch der Kanzler, der international Wasserstoff-Bündnisse schmieden müsse.

Andreas Rimkus von der SPD reklamierte für die Ampel, viele Forderungen der Union längst umgesetzt beziehungsweise "in der Mache" zu haben.

Michael Kruse (FDP) stimmte zu: Wir handeln und reden nicht nur über Strategien".: So machten die Ampelfraktionen ihre Hausaufgaben als Gesetzgeber, und sorgten dafür, dass es in Deutschland ein Wasserstoffkernnetz geben werde.

Linke hat Fragen zur Finanzierung

Rainer Kraft (AfD) sprach von "Wasserstoff-Phantasien". H2 sei teuer, energieintensiv und schlecht lager- und transportfähig.

Der kritische Punkt sei die Finanzierung, sagte Linkenpolitiker Klaus Ernst. Wenn er sehe, dass die USA 700 Milliarden Dollar für den Inflation Reduction Act in die Hand nähmen, frage sich der Vorsitzende des Energieausschusses, wie der Wasserstoffhochlauf auf Basis eines Ausbaus Erneuerbarer ohne Förderung gelingen solle.