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Kurz notiert

04.02.2013
2023-09-21T16:47:07.7200Z
9 Min

22.1.1963 Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichnen im Pariser Élysée-Palast den Vertrag über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit - den "Élysée-Vertrag". Die Vertragspartner vereinbaren regelmäßige Treffen der Regierungsvertreter, die Absprache in der Außen-, Europa- und Verteidigungspolitik sowie eine enge Zusammenarbeit in der Kultur- und Jugendpolitik. In einer zusätzlichen Erklärung werden die Ziele benannt: die Aussöhnung der in jahrhundertelanger "Erbfeindschaft" verbundenen Staaten, die Begründung einer echten Freundschaft zwischen den beiden Völkern, insbesondere der Jugend, und der Aufbau eines einigen Europas. Dem Vertrag vorausgegangen waren mehrere Initiativen zur Zusammenarbeit in Europa: 1952 wurde die Montanunion ins Leben gerufen, die auf dem Schuman-Plan für eine Zusammenlegung der deutschen und französischen Kohle- und Stahlproduktion fußte. Im Januar 1958 traten die Verträge über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) in Kraft.

4./5.7.1963 Bei den ersten deutsch-französischen Konsultationen in Bonn wird die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) beschlossen. Seither haben etwa acht Millionen Deutsche und Franzose an rund 300.000 Austauschprogrammen und Begegnungen teilgenommen.

10.2.1972 Beide Seiten vereinbaren die Einrichtung deutsch-französischer Gymnasien und die Schaffung des deutsch-französischen Abiturs ("AbiBac"). Die gegenseitige Anerkennung der "Allgemeinen Hochschulreife" und des französischen "baccalauréat" folgt 1986.

11.10.1983 Erstes Deutsch-Französisches Jugendparlament: Rund 100 junge Deutsche und Franzosen diskutieren mit Abgeordneten aus Bundestag und Assemblée nationale.

22.9.1984 Präsident François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl gedenken in Verdun gemeinsam der in beiden Weltkriegen gefallenen deutschen und französischen Soldaten.

22.1.1988 Anlässlich des 25. Jahrestages wird der Élysée-Vertrag um Zusatzprotokolle erweitert, die unter anderem zur Gründung eines gemeinsamen Finanz- und Wirtschaftsrats, eines Umwelt- und Kulturrats sowie eines Verteidigungs- und Sicherheitsrats führen.

30.5.1992 Der von Deutschland und Frankreich ins Leben gerufene Fernsehsender "Arte" mit Sitz in Straßburg geht auf Sendung.

5.1.1993 Das Eurocorps nimmt seinen Dienst am offiziellen Sitz in Straßburg auf, ihm gehören zu Beginn 40.000 Soldaten aus Deutschland und Frankreich an.

21.2.1998 In Posen treffen sich erstmals die Präsidenten Frankreichs und Polens und der deutsche Bundeskanzler im Rahmen des "Weimarer Dreiecks".

22.1.2003 Am 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages findet das erste Treffen des deutsch-französischen Ministerrates im Élysée-Palast statt. Seither kommen halbjährlich die Kabinette beider Staaten zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die erste gemeinsame Sitzung der Abgeordneten der Assemblée nationale und des Bundestages in Versailles. Unter anderem beschließen die Abgeordneten dort regelmäßige gemeinsame Präsidiumssitzungen, eine stärkere Kooperation von Ausschüssen sowie den Austausch von Beamten.

8. 7. 2012 Bei einer Gedenkfeier in der Kathedrale von Reims erinnern Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident François Hollande an einen wichtigen symbolischen Akt der deutsch-französischen Freundschaft vor 50 Jahren. In der Kathedrale von Reims hatten am 8. Juli 1962 die beiden Staatsmänner de Gaulle und Adenauer gemeinsam an einer Messe teilgenommen und damit ihren Willen zur Versöhnung bekräftigt.

22.1.1963 Charles de Gaulle, président de la République française, et Konrad Adenauer, chancelier fédéral, signent le traité de l'Élysée, fondateur de la coopération franco-allemande. Les parties conviennent d'organiser des rencontres régulières entre représentants gouvernementaux, d'accorder leurs politiques respectives dans le domaine des affaires étrangères, des affaires européennes et de la défense, et d'instaurer une coopération étroite dans le domaine de la culture et de la jeunesse. Une déclaration commune énonce les objectifs de l'entreprise : réconcilier deux États séparés par une rivalité séculaire, jeter les bases d'une amitié réelle entre les deux peuples, en particulier au sein de la jeunesse, et contribuer à l'édification d'une Europe unie.

4./5.7.1963 Lors des premières consultations franco-allemandes tenues à Bonn, les partenaires décident de créer l'Office franco-allemand pour la jeunesse (OFAJ). Depuis lors, huit millions de Français et d'Allemands ont pris part aux quelque 300.000 programmes d'échanges et rencontres organisés dans ce cadre.

10.2.1972 Les deux parties conviennent de la création de lycées franco-allemands et d'un baccalauréat franco-allemand (l'ABIBAC). Cette initiative est suivie, en 1986, par la reconnaissance mutuelle de l' " Allgemeine Hochschulreife " allemande (certificat de fin d'étude permettant l'accès l'enseignement supérieur) et du baccalauréat français.

11.10.1983 Premier Parlement des jeunes franco-allemand : une centaine de jeunes Allemands et Français discutent avec les députés des deux parlaments.

22.9.1984 À Verdun, le président François Mitterrand et le chancelier fédéral Helmut Kohl honorent ensemble la mémoire des soldats français et allemands tombés au cours des deux Guerres mondiales.

22.1.1988 À l'occasion des 25 ans de sa signature, le traité de l'Élysée est assorti de protocoles additionnels, qui président entre autres choses à la création d'un Conseil économique et financier, d'un Conseil environnemental et culturel et d'un Conseil de défense et de sécurité communs.

30.5.1992 La chaîne de télévision franco-allemande Arte commence à émettre depuis Strasbourg.

5.1.1993 Depuis sa base de Strasbourg, l'Eurocorps entre en fonction. À sa création, il compte 40 000 soldats allemands et français.

21.2.1998 À Poznan, les présidents français et polonais et le chancelier fédéral allemand se réunissent pour la première fois dans le cadre du " triangle de Weimar ".

22.1.2003 À l'Élysée se tient la première réunion du Conseil des ministres franco-allemand, en marge des célébrations du 40e anniversaire de la signature du traité de l'Élysée. Depuis lors, les gouvernements des deux États tiennent une séance commune tous les six mois. Le point d'orgue des célébrations du 40e anniversaire est la séance conjointe des députés de l'Assemblée nationale et du Bundestag, réunis à Versailles. Les parlementaires y conviennent entre autres de la tenue de réunions régulières entre leurs Bureaux respectifs, d'une coopération entre les commissions parlementaires, ainsi que de l'échange de fonctionnaires entre les deux parlaments.

8. 7.2012 Lors d'une cérémonie en la cathédrale de Reims, la chancelière fédérale, Angela Merkel, et le président François Hollande commémorent un événement hautement symbolique de l'amitié nouée entre la France et l'Allemagne 50 ans auparavant. Le 8 juillet 1962, MM. Charles de Gaulle et le chancelier Konrad Adenauer avaient assisté ensemble à une messe célébrée dans cette même cathédrale et affiché ce faisant leur volonté de réconciliation.

traduction: Frédéric Lohest

Bundestagswahl soll am 22. September stattfinden

Der nächste Bundestag soll nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition am 22. September 2013 gewählt werden. Darauf verständigten sich die Spitzen von Union und FDP vergangene Woche bei einer Sitzung des Koalitionsausschusses. Endgültig festgelegt wird der Termin der Bundestagswahl von Bundespräsident Joachim Gauck in Abstimmung mit der Bundesregierung. Während in Hessen am Tag der Bundestagswahl auch der Landtag neu gewählt werden soll, ist für die Landtagswahl in Bayern der 15. September vorgesehen.

Grüne wollen UN-Konvention im Wahlrecht umsetzen

Die Grünen-Fraktion hat einen Gesetzentwurf "zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Wahlrecht" (17/12068) vorgelegt, über den der Bundestag vergangene Woche in erster Linie beriet. Der Vorlage zufolge sind nach dem Bundes- und dem Europawahlgesetz "all jene Menschen pauschal vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen, für die zur Besorgung aller ihrer Angelegenheiten ein Betreuer oder eine Betreuerin bestellt ist". Ebenfalls ausgeschlossen seien Menschen, die eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und aufgrund dessen in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Beide Ausschlusstatbestände sollen nach dem Willen der Grünen gestrichen werden. Sie seien nach geltenden menschenrechtlichen Standards nicht zu rechtfertigen und stünden "im Widerspruch zu den Zielen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen", die seit 2009 in der Bundesrepublik geltendes Recht sei.

Bundesrat will Bildungs- und Teilhabepaket ändern

Der Bundesrat will einzelne Regelungen zum sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) ändern. Deshalb hat er einen entsprechenden Gesetzentwurf (17/12036) in den Bundestag eingebracht, der vergangenen Donnerstag in erster Lesung im Plenum beraten wurde. Die Länderkammer argumentiert, dass die Erfahrungen der Praxis der vergangenen zwei Jahre gezeigt hätten, "dass die derzeitigen Regelungen an einigen Punkten zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand führen und die Inanspruchnahme ungewollt erschweren".

Neuerungen für privat Krankenversicherte

Bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat der Bundestag am 31. Januar einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften (17/11469) in der vom Rechtsausschuss geänderten Fassung (17/12199) angenommen. Danach können unter anderem privat Krankenversicherte künftig vom Versicherer jederzeit eine Umstellung des Vertrags in den Basistarif ohne Selbstbehalt verlangen, wenn der im Basistarif vereinbarte Selbstbehalt den Beitrag nicht angemessen verringert. Der Vertrag muss innerhalb von drei Monaten umgestellt werden. Die Kündigungsfrist wird von einem auf zwei Monate verlängert.

Auflagen für Bundeswehr abgelehnt

Die Linksfraktion ist mit ihrer Forderung gescheitert, den Zugang für Minderjährige zu Großwaffensystemen wie Schiffen, Flugzeugen oder Panzern bei öffentlichen Informationsveranstaltungen der Bundeswehr verbieten zu lassen. Der Bundestag lehnte den entsprechenden Antrag (17/8609) am vergangenen Freitag gegen die Stimmen der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen mehrheitlich ab. Ebenso abgelehnt wurde die Forderung der Linksfraktion, das Mindestalter für eine Dienstverpflichtung bei der Bundeswehr auf das vollendete 18. Lebensjahr festzuschreiben. Der Antrag (17/8491) scheiterte an den Stimmen von CDU/CSU, der FDP und der Grünen bei Enthaltung der SPD. Die Linke hatte in ihrem Antrag zudem gefordert, dass die Rekrutierung als Kindersoldat im Ausland als spezifischer Asylgrund in Deutschland anerkannt wird. aw

SPD-Antrag zur Substitution an Ausschuss überwiesen

Der Bundestag hat sich vergangene Woche mit einem Antrag der Fraktion der SPD (17/12181) befasst, der anregt, die rechtlichen Bedingungen für die Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen zu verbessern. Es bedürfe einer Reform des "Abstinenzparadigmas" in der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung sowie der einschlägigen Strafandrohungen im Betäubungsmittelgesetz. Zudem müsse auch für opiatabhängige Strafgefangene eine stetige Substitutionsbehandlung garantiert sein. Der Antrag wurde zur Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen. tvw

Kritik an EU-Vorschlag zu klinischen Prüfungen

Der Bundestag hat sich vergangene Woche mit zwei getrennten, aber wortgleichen Anträgen der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (17/12183) sowie der Fraktion die Linke (17/12184(neu)) befasst. Beide fordern die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen über einen Verordnungsvorschlag der EU zu klinischen Prüfungen mit Humanarzneimitteln für Änderungen einzusetzen. Der Verordnungsvorschlag weise starke Mängel auf, die im weiteren europäischen Gesetzgebungsverfahren behoben werden müssten, schreiben die Abgeordneten. Vor allem soll das in Deutschland bestehende Schutzniveau für Prüfungsteilnehmer erhalten bleiben. Beide Anträge wurden gemeinsam abgestimmt und angenommen. tvw