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Vor 25 Jahren... Baubeginn für das Kanzleramt

1997 startete der Bau des Bundeskanzleramtes in Berlin. Vier Jahre später, wurde das Gebäude bezogen. Inzwischen wird eine Erweiterung des Baus geplant.

31.01.2022
2024-02-27T12:30:32.3600Z
1 Min
Foto: picture alliance / Schoening | Schoening

Das Bundeskanzleramt in Berlin ist die größte Regierungszentrale der westlichen Welt.

"Waschmaschine", "Kohlosseum" oder etwas despektierlich "Elefantenklo". So nennen manche den größten Regierungssitz der Welt: das Bundeskanzleramt. Im siebten Stock liegt das Büro des Kanzlers oder der Kanzlerin - mit Blick auf den Reichstag, dessen Kuppel nur vier Meter höher ist als der mittlere Kubus des Kanzleramts mit 36 Metern. Auf einer Nutzungsfläche von mehr als 25.000 Quadratmetern arbeiten etwa 590 Menschen. Zu dem Gebäude gehören ein Hubschrauberlandeplatz und ein Ehrenplatz für den Empfang von Staatsgästen. Am 4. Februar 1997 begannen am Spreebogen die Bauarbeiten des von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank entworfenen Gebäudes. Deren Pläne hatten sich gegen 50 andere Entwürfe durchgesetzt.

2001 wird das Kanzleramt in Berlin eröffnet

Nur vier Jahre nach Baubeginn wurde das Kanzleramt eingeweiht. 513 Millionen D-Mark hatte der Neubau bis dahin verschlungen - rund 115 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Doch schon bald waren Renovierungsarbeiten notwendig. Zu kurze Regenschutzbleche mussten ausgetauscht, die Fassade von grünen Flecken befreit oder das eigene Blockheizkraftwerk repariert werden. 2023 soll das Kanzleramt erweitert werden: Die gestiegene Mitarbeiterzahl sorgte für einen Büromangel. Für 460 Millionen Euro soll daher ein Erweiterungsbau entstehen.

Gern wird behauptet, das Kanzleramt sei um ein Vielfaches größer als das Weiße Haus. Das stimmt zwar, der Vergleich führt aber in die Irre. Denn der Großteil der dem US-Präsidenten zugeordneten Verwaltung ist im benachbarten Eisenhower Building mit einer Fläche von mehr als 61.000 Quadratmetern untergebracht.