Zahra Ghanbari: Aus beim Asien-Cup, aber Asyl in Australien – das gilt für die Kapitänin der iranischen Frauenfußballmannschaft und vier weitere Spielerinnen. Sie erhalten humanitäre Visa, wie Australiens Innenminister Tony Burke am Montag bekannt gab. Zwei weitere Teammitglieder beantragten am Dienstag Asyl. Allen sei Schutz angeboten worden, so Burke. Die übrige Mannschaft flog jedoch am Dienstag zurück nach Iran, obwohl Menschenrechtler vor der Rückkehr und drohender Verfolgung in der Heimat warnten. Die Nationalspielerinnen hatten beim Vorrundenspiel des Asien-Cups in Australien gegen Südkorea nicht die Nationalhymne gesungen. Das wurde als Protest gegen Irans Führung gewertet, die im Krieg mit den USA und Israel steht. Im Staats-TV wurden Ghanbari und ihr Team als „Kriegsverräter“ bezeichnet.