Vivian Motzfeldt ist gefragt wie nie. Als Außenministerin der von Trump so begehrten Insel Grönland war die 53-Jährige am Mittwoch mit ihrem dänischen Amtskollegen im Weißen Haus, um den US-Präsidenten von seinen Annexionsplänen abzubringen. „Wir stehen nicht zum Verkauf“, stellte die Sozialdemokratin mit sauerländischen Wurzeln vorher klar, doch erwartungsgemäß änderte sich nichts an den Plänen Trumps. Im Interview mit dem grönländischen Fernsehen kämpfte die frühere Grundschullehrerin danach mit den Tränen. „Die vergangenen Tage waren hart.“ Ihre Regierung kämpfe „mit aller Kraft dafür, dass wir in Grönland sicher leben können“. Vor ihr liegen weitere schwere Wochen: Grönland gehört als selbstverwalteter Bestandteil zu Dänemark. Motzfeldt muss verhindern, dass Dänen und Amerikaner über ihren Kopf hinweg verhandeln.